Wie immer sind die Kandidaten um die CHF 30.- heikel bis oberheikel. Mr. Solis (Ribéry), Deutschland, ein Sommermärchen (Diego), Strong Buyer (Toni), MetroS (Petric) und Papst Benedikt (Klose) sind gelinde gesagt ohne ihren Topstar am Arsch. „Kreuzbandriss“ ist prophylaktisch zum Unwort ihrer persönlichen Saisons geworden.
Abteilung Klumpenrisiko:
Mr. Solis (4 Lederhosen), Theilinskovac (3 Werkselfer), Mongo Djala (3 Schalkerboys, 3 HSVler), Strong Buy (3 aufmerksame Leser des Wesener Kuriers), Opus Magnum (3 Lederhosen) und The Artist formerly known as ROTY (3 Schalker) haben allesamt doch recht starke Klumpenrisiken mit 3 oder mehr Spielern einer Mannschaft.
Beachtlich wie aber die Herren Mongo sein doppeltes Klumpenrisiko mit gleich 2 mal 2 Vertretern von weiteren sogenannten Topmannschaften hedged (Lev, Stu).
Eine andere Taktik fuhr der Herr Metro Star, welcher nur durch den genialen Zukauf von Pinola (mit gnadenloser Härte für CHF 1.- ersteigert) den Übernamen „Zirkustruppe“ vermeiden konnte. Zwei Nürnberger und sonst Spieler aus 9 anderen Mannschaften – das wird nicht oft 27 Punkte oder mehr geben. Handkehrum sehen Mr. Solis und Mongo recht dumm aus, wenn Bayern, Schalke oder der HSV so richtig abkacken würden.
Abteilung „Lukas Theiler Memorial Pick“:
Starring himself: Lukas Theiler. Wieder mal auf einem Spieler hocken geblieben. Mehdi, I don’t like you thaaaat much. Some things never change. And that’s why we love you, Theilo.
Abteilung „Stützlisex“:
Noch nie hatte es so viele Low Budget Picks. Gleich 15 Spieler (!) kosteten nur einen Franken. Als einziger Bundesfranz-Manager hat Dale auf das Mitmachen im Stützliclub verzichtet. Es könnte allerdings auch sein, dass dies wegen seines aggressiven Raise-Verhaltens ist, welches sich im stetigem +5 CHF aufbieten äusserte.
Abteilung „Punktlandung“:
ROTY-Kandidat Bruno gab genau CHF 100.- aus, was einer Punktlandung gleichkommt. Chapeau. Dicht dahinter folgen Mr. Solis’ Team Markadona mit CHF 99.- und Team Mongo Djalacarne mit CHF 97.-. Für einen ersten Bundesfranz-Draft also sackstark gemacht, drei Hässlichste Salatschüsseln der Welt vergibt das BFR-Draft-Evaluationsteam an den Team-manager von Opus Dei. Oder Opus Die, je nachdem wie Herr Word für mich autokorrigiert.
Abteilung „Can I try that again, please“:
Folgende Herren hatten am Schluss CHF 13.- oder mehr übrig: Team Strong Buy, ROTY-Aspirant Kazmataz sowie, ganz enttäuschend und somit Zweifel an der nachhaltigen Legitimität des Bundesfranz-titels hervorgerufen, der amtierende Bundesfranz Sam ROTYuegg. Wen hätte man alles für ca. CHF 14.- haben können? Rosenthal (10.-), Borowski (11.-), Lucio (The Original), Van Bommel, Lövenkrands (je 12.-), Vittek (13.-), Bastürk (14.-), Klimowicz, Schneider (17.-). Oder in ihren speziellen Fällen ein Upgrade von Raktic oder Gilberto zu Van der Vaart (Sam) oder von Marcelinho zu Petric (Kaz).
Abteilung „Mr. Solis’ Mega Theorie“:
Mit ein paar Fantasy-Saisons hinter mir, habe festgestellt, dass oftmals das Team gewinnt, welches die meisten Spieler im zwei-stelligem Bereich hat. Gewinner hier, und ergo der ökonomischte Umverteiler, ist der amtierende Bundesfranz und ROTY, welcher gleich fünf Spieler für CHF 10.- oder mehr hat. Wirklich schade, dass die CHF 13.- die übrig blieben nicht in einen weiteren Spieler gesteckt wurden. Wobei, vielleicht mausert sich Unser Aller Kobiashvili zum Besten Spieler der Saison. Vielleicht. Nein, wirklich. Es könnte schon passieren.
Abteilung „It’s dark out there, we think I have two personalities” aka “Bastl Deisler Memorial Award”:
Wer kackt ab, sobald’s dunkel und neblig wird? Nachdem Scheissler die BuLi Bühne abrupt verlassen hat, kriegt der letztjährige Superteuereinkauf Lukas Podolski den Wanderpokal. Überbezahlt, übertalentiert, überschüssig. Die Erwartungen wieder riesengross, the higher they rise, the harder they fall. Der genial begnadete Bayernstürmer wird wohl wiederum nicht so viel zum Einsatz kommen und, sobald’s dunkel und neblig wird, auf dem Feld die Handschuhe anziehen oder gar die Decke fassen müssen. Und auf dem iPod das Hörspiel „Draussen vor der Tür“ in der Endlosschleife hören. Opus Dei hofft auf einen anderen Ausgang.
Jetzt hat eben das BIP angerufen und will dass ich mich etwas mit ihm beschäftige. Ich freue mich überaus auf den BuLi-Start und wünsche allen möglichst wenig Kreuzbandrisse, auch dir Bruno (beste Grüsse an den Costa, Ricardo).
Euer
Mr. Solis